Erfolge

10.12.2008 - „Der längste Wunschzettel der Welt“ (Weimar)

Am Tag der Menschenrechte 2008 durften die Kinder und Jugendlichen in Weimar ihre Wünsche für die Kinder dieser Welt schreiben, malen und basteln. Alle Blätter wurden an einer langen Leine aufgehängt und zur Verleihung des Weimarer Menschenrechtspreises der Öffentlichkeit präsentiert. Anschließend wurde der bebilderte Wunschzettel an das deutsche Entwicklungsministerium geschickt.

Und zurück kam eine tolle Überraschung von der Frau Ministerin: Ein persönlicher Brief, in dem sie der Weimarer Amnesty-Gruppe mitteilte, dass die Bilder „unserer“ Kinder in ihrem Ministerium in Bonn ausgestellt werden!!!

Quelle: AI Weimar


Oktober 2008 - Palästinensischer Doktorand nach Cottbus ausgereist!

Im Sommer 2008 erreichte Amnesty International der Hilferuf zahlreicher palästinensischer Studenten aus dem Gaza-Streifen. Sie hatten Visa, Studienplätze und Stipendien an ausländischen Universitäten, wurden aber von den israelischen Behörden an der Ausreise gehindert. Besonders dringend war ein „deutscher“ Fall: Yasser al Qomboz promoviert an der Uni Cottbus in Umweltwissenschaften, steht kurz vor dem Abschluss und hatte ein Stipendium angeboten bekommen. Er war zwischenzeitlich in den Gaza-Streifen zurückgekehrt, um in der Umweltbehörde der Autonomie-Behörde zu arbeiten.

Quelle: AI Ilmenau

Die Jenaer Amnesty-Hochschulgruppe initiierte daraufhin eine Emailaktion der deutschen Amnesty-Hochschulgruppen. Wir schickten hunderte Emails an deutsche Europaparlamentarier, um die EU-Behörden vor Ort dazu zu bewegen, unseren palästinensischen Kommilitonen zu helfen.

Die Reaktion der deutschen Europaparlamentarier war überwältigend: Sie schrieben uns zig Emails, riefen bei uns zuhause an, erkundigten sich bei Amnesty Deutschland über die einzelnen palästinensischen Studenten, schrieben Anfragen an die EU-Kommission, nahmen die Namen „unserer“ Studenten mit auf eine Reise nach Israel.

Mitte November 2008 kam dann eine freudige Nachricht aus dem Amnesty-Sekretariat: Yasser al Qomboz ist in Cottbus angekommen und kann dort seine Promotion fortsetzen!


Faces for Amnesty – Politische Gefangene aus Weißrussland sind frei!

Die Hochschulgruppen von Amnesty Deutschland haben sich mit einer gemeinsamen Kampagne für zwei gewaltlose politische Gefangene in Weißrussland eingesetzt: Smitser Daschkewitsch - Leiter der oppositionellen Jugendbewegung - und Alexander Konsulin - ehemaliger Präsidentschaftskandidat und Oppositionsführer.

Quelle: AI Ilmenau

Die Thüringer Hochschulgruppen nahmen an der Aktion „Faces for Amnesty“ teil: Unterstützer schließen sich mit ihrem Foto der Forderung nach einer Amnestie für die beiden politischen Gefangenen an. Wir sammelten fleißig in Ilmenau, Erfurt und Jena - auf internationalen Abenden, auf Musikfestivals, auf dem Campus.

Und wir hatten Erfolg! Am 23. Januar 2008 wurde Smitser Daschkewitsch freigelassen. Und am 16. August 2008 wurde endlich auch Alexander Kosulin freigelassen. Wir freuen uns und bedanken uns bei allen Menschen, die mit ihrem Gesicht zu diesem Erfolg beigetragen haben!!!


Waffen unter Kontrolle! – UN-Verhandlungen beginnen

„Waffen unter Kontrolle!“ hieß es bei allen Thüringer Gruppen während der Jahre 2005 und 2006. Wir beteiligten uns an einer weltweiten Kampagne für eine stärkere Kontrolle des Waffenhandels. Sie hatte zum Ziel, bis Sommer 2006 eine Million Gesichter-Fotos von Unterstützern zu sammeln, um die Vereinten Nationen dazu zu bringen, ein Waffenhandelsabkommen zu beschließen.

Also sammelten wir 2005 und 2006 emsig Gesichter - in Fußgängerzonen, in der Mensa, auf Festivals und in Kino-Foyers. Am 22. Juni 2006 war es so weit: Ein Kenianer steuerte das Millionste Gesicht bei! Die Vereinten Nationen ließen sich von uns beeindrucken: Am 27. Oktober 2006 begannen die Verhandlungen über ein internationales Waffenhandelsabkommen. Wir freuen uns sehr, einen Teil dazu beigetragen zu haben!

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die allgemeine erklärung der menschenrechte wird 60